Hansjörg Durz und Ralph Brinkhaus begleiteten Verteidigungsministerin von der Leyen, als sie die Entscheidung präsentierte. (Foto: Kobienia)Hansjörg Durz (links) und Ralph Brinkhaus (rechts) begleiteten Verteidigungsministerin von der Leyen, als sie ihre Entscheidung in Wunstorf präsentiert. (Foto: Kobienia)

WUNSTORF/LAGERLECHFELD Seit der Auflösung des Jagdbombergeschwader 32 wird der NATO Flugplatz Lechfeld nur noch als Ausweichflugplatz von der Bundeswehr genutzt, ab 2025 soll sich dies ändern. Wie Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen Anfang des Jahres bei einem Truppenbesuch im niedersächsischen Wunstorf veröffentlichte, soll ein Teil der wachsenden Lufttransportflotte auf dem Flugplatz südlich von Augsburg stationiert werden. 13 zusätzlich bestellte Maschinen will Deutschland dort als Rahmennation multinational einsetzen. Von der Leyen wurde bei der Pressekonferenz demonstrativ vom extra angereisten Lechfelder Wahlkreisabgeordneten Hansjörg Durz und Ralph Brinkhaus, Vorsitzender der CDU/CSU Fraktion, begleitet. Mit dieser Geste scheinen auch ihre Bemühungen um den Militärflugplatz honoriert worden zu sein.

Der CSU Arbeitskreis für Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) setzt sich ebenfalls seit langem für den Bundeswehrstandort Lechfeld ein. Torsten Willms, Bezirksvorsitzender des ASP-Schwaben, freut sich sehr über die Entscheidung und erklärt: „Alle Standortentscheidungen mussten grundsätzlich einer neuen Bewertung unterzogen werden, dafür hat sich der ASP-Schwaben energisch eingesetzt.“ Die Gefährdungen für Staat und Gesellschaft seien 2016 unter den Bedingungen des aktuellen und künftigen Sicherheitsumfeldes ressortübergreifend neu bewertet worden. „Lange Zeit trat die Landes- und Bündnisverteidigung in den Hintergrund, nun ist sie wieder zum strukturbestimmenden Merkmal geworden“, sagt Willms weiter. „War die im Stationierungskonzept von 2011 eingeleitete Strukturreform zu dieser Zeit sicherheitspolitisch nachvollziehbar, haben wir heute wieder ein hohes Interesse daran, dass der Lechfelder Bundeswehrstandort mit seinen hervorragenden Möglichkeiten für unsere Streitkräfte verfügbar bleibt.“

Darüber hinaus erfreut sich Willms über die Ankündigung der Ministerin, die auf dem Lechfeld stationierten Transportflugzeuge auch von anderen Nationen nutzen zu lassen. „Es ist spannend miterleben zu dürfen, wie sich unsere Streitkräfte auf den Weg zu einer Armee der Europäer entwickeln." Mit voller Überzeugung sagt der Vorsitzende weiter: "Wir spüren gerade, wie Deutschland mehr Verantwortung übernimmt. Das ist hervorragend.“ Die neue Einheit soll ab dem Jahr 2025 auf dem Lechfeld aufgebaut werden und ab 2028 voll einsatzfähig sein.